Untersuchungen - vor allem mit Zwillingen - haben bestätigt, daß die Vererbung einen nicht unwesentlichen Anteil an der Entstehung von Übergewicht hat. Beeinflußt wird dadurch überwiegend der individuelle Energieverbrauch.
Durch die Identifizierung von spezifischen Genen, die etwa an der Steuerung von Hungergefühl und Fettaufnahme beteiligt sind, erhoffen sich Forscher neue Ansätze zur Adipositastherapie.
Intensiv erforscht wird zum Beispiel die Bedeutung und Steuerung von Leptin, dem Produkt des ob-Gens, das im Fettgewebe produziert wird und auf zentrale Nervenstrukturen zur Regulation von Nahrungsaufnahme und Energieverbrauch wirkt. Inzwischen wurden sowohl das ob-Gen als auch ein spezifischer Rezeptor (ob-R) geklont.
Schweizer Forscher haben wiederum vor kurzem nachgewiesen, daß eine Mutation im Melanocortin-4-Rezeptorgen mit der Eßstörung Binge Eating assoziiert ist. Und bei Mäusen fanden Leipziger Wissenschaftler heraus, daß das Fehlen eines Insulinrezeptors im Fettgewebe die Tiere schlank hält und japanische Forscher senkten bei Mäusen durch einen Antagonismus am Ghrelin-Rezeptor Nahrungsaufnahme und Gewichtszunahme.

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