Drei Prozent der Betroffenen haben systemische allergische Reaktionen / Notfall-Set schützt Patienten

BALTIMORE (ikr). Insektenstiche laufen nicht immer glimpflich ab: Etwa ein Prozent der Kinder und drei Prozent der Erwachsenen haben systemische allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie. Ein Notfall-Set hilft Patienten, sich vor so gefährlichen Komplikationen zu schützen.
Darauf weist Dr. David K. Golden von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore im US-Staat Maryland hin (Am Fam Phys 67, 2003, 2541).
In ein Notfall-Set gehört ein möglichst flüssiges orales Antihistaminikum, ein ebenfalls möglichst flüssiges orales Kortikoid und vorzugsweise ein inhalierbares Adrenalin, so die Allergologin Dr. Gudrun Metz aus Wiesbaden. Sofort nach dem Stich sollten Antihistaminikum und Kortikosteroid gegeben werden, Adrenalin erst nach Beginn der Allgemeinsymptome.
Bei Erwachsenen mit leichten systemischen Reaktionen beträgt das Risiko für erneute Komplikationen 10 bis 15 Prozent, bei schweren Reaktionen beträgt es sogar 70 Prozent. Bei Kindern liegt das Wiederholungsrisiko generell bei 10 bis 15 Prozent. Vielen Patienten hilft eine spezifische Immuntherapie zur Prävention.


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