Ostfriesen-Zahnpflege ist ab 1. März im Handel

Riecht man dann etwa nach Fisch aus dem Mund? Nein, sagt ein Emder Forscher, der die erste Zahnpasta aus den Schalen der Nordseekrabbe entwickelt hat. Ab 1. März kann das jeder nachprüfen. Dann kommt das skurrile Zahnpflegemittel auf den Markt.

FILSUM/EMDEN. Zahnpasta, fangfrisch von der Küste: Mit einer Zahncreme aus den Schalen der Nordseekrabbe will ein Forscherteam der Fachhochschule in Emden jetzt Markterfolge feiern.
Das Naturprodukt mit dem Namen “Chitodent“ werde am 1. März in den Handel gebracht, kündigte Vetriebsleiter Helmuth Focken an. Im Auftrag der Emder Wissenschaftler habe seine Firma B & F GmbH im ostfriesischen Filsum die ersten 10 000 Tuben mit Beschriftung aufgelegt, sagte Focken.
Ausgangspunkt der Forschungen war der Umstand, dass der Panzer der Krabben aus Chitin besteht. Daraus gewinnen die Wissenschaftler die Substanz Chitosan, die als Trockenpulver den Grundstoff für die Zahnpasta bildet.
Chitosan besitzt den Angaben der Forscher zufolge zahlreiche positive Eigenschaften. So soll es schädliche Mundkeime wie Streptokokken binden, die für die Bildung von schädlicher Karies verantwortlich sind. Ferner sollen die Wundheilung im Mundraum gefördert und Schwermetalle wie Quecksilber gebunden werden, das mitunter alte Zahnfüllungen absondern. Zudem hinterlässt Chitosan nach Angaben der Experten einen Film auf der Zahnoberfläche und versiegelt sie damit gegen Bakterien.
Vorbehalte wegen der Herkunft aus Seegetier sind nach Aussage der Entwickler gänzlich unbegründet: Der Grundstoff aus der Nordsee sei geschmacks- und geruchlos. Und die Bitterkeit von hinzugefügten Schaumbildnern werde mit Minze überdeckt. ddp

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