Eine weltweit erstmals an der Berliner Charité durchgeführte
Behandlung eines Krebspatienten mit einer neuartigen
Nanoteilchen-Therapie hat den Tumor zerstört. Einem Medienbericht
zufolge, der sich auf die Krebsforscher Peter Wust und Andreas Jordan
beruft, litt der Erkrankte an einem bösartigen Weichteiltumor. Den
Wissenschaftlern zufolge schien dieses so genannte Sarkom unheilbar.
Zahlreiche Therapieversuche waren zuvor gescheitert.

Schließlich injizierte Wust dem Betroffenen wenige Nanometer
(Millionstel Millimeter) kleine Eisenteilchen in die Krebsgeschwulst,
die unter dem Schlüsselbein wuchs. Die metallenen, mit Biomolekülen
überzogenen Partikel wurden offenbar von den Tumorzellen verschlungen.
Dann erhitzten die Forscher die Eisenteilchen mit Hilfe magnetischer
Felder und töteten so die Krebszellen.

Das Verfahren zeigte in Kombination mit einer Strahlen- und
Chemotherapie eine überraschende Wirkung. Der 26-Jährige ist acht
Wochen nach der Therapie komplett tumorfrei. Den Forschern zufolge
befindet sich die Behandlungsmethode allerdings noch in einer frühen
Testphase.

ddp

Artikel erschienen am 1. Sep 2003

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