Gutes Fett, schlechtes Fett
Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Fettmodifizierte Ernährung ganz einfach


diaita - Aachen, den 19.03.04: Mit der Cholesterin- und Fett-Ampel ist es erstmals gelungen, den Umstieg auf eine Ernährung, die reich an „richtigen“ Fetten ist, wesentlich zu vereinfachen, erklärt heute Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Seit Jahren stehen die verheerendsten Folgen der koronaren Herzkrankheit - Herzinfarkt und Schlaganfall - auf den Spitzenpositionen der Todesursachen in den westlichen Industrienationen. An Herzinfarkt oder Schlaganfall sterben in Deutschland jährlich rund 200.000 Menschen. Ursachen für die gefährlichen Erkrankungen sind in erster Linie erhöhte Cholesterinspiegel und das fast schon allgegenwärtige Übergewicht, so Müller. Laut dem Robert-Koch-Institut in Berlin sind 21 Millionen Frauen und sogar 26 Millionen Männer in Deutschland übergewichtig. Übergewicht und Adipositas sind laut Müller nicht nur ästhetische Probleme: Täglich erhalten tausende von Menschen den guten Rat ihrer Ärzte, zum Wohle ihrer Gesundheit doch etwas mehr auf die Zusammensetzung ihrer Ernährung zu achten und den Fettanteil zu reduzieren. Doch viele Betroffene sind bei der Einschätzung verschiedener Lebensmittel bezüglich ihres Fettgehaltes beziehungsweise ihrer Fettzusammensetzung überfordert, so Müller. Welche Lebensmittel sind überhaupt noch und in welcher Menge erlaubt? Ist die Diät-Salami fett- und cholesterinmäßig im Vergleich zur italienischen Feinschmecker-Salami viel geeigneter? Das sind die Fragen, die mit Hilfe der Cholesterin- und Fettampel schnell, einfach und auf den ersten Blick gelöst werden, erklärt der Experte. Lästiges Rechnen und Zählen gehören dank des übersichtlichen Ampel-Systems der Vergangenheit an. Lebensmittel, die vom Buchautor mit einem roten Punkt bewertet sind, sind grundsätzlich tabu, „gelbe Lebensmittel“ in moderaten Mengen erlaubt und gegen die grünen Wohltäter ist aus ernährungsmedizinischer Sicht überhaupt nichts einzuwenden. Über 2.600 Lebensmittel, Speisen und Markenprodukte wurden für die Ampel sprichwörtlich auf „Cholesterin-Herz und Fett-Nieren“ überprüft und bewertet. Dabei war nicht nur die Gesamtfett-, Cholesterin- und Kalorienmenge pro Portion ausschlaggebend, auch die Fettzusammensetzung ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung geraten und wurde deswegen in die Bewertung mit einbezogen, betont Müller. Denn Fett ist nicht gleich Fett! Wissenschaftler aus allen Sparten sind sich einig: Gesättigte Fettsäuren gehören nur in geringen Mengen zu einem ernährungsphysiologisch sinnvollen Speiseplan, während ein- oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren unersetzlich für eine vollwertige Ernährung sind und den Großteil der täglich aufgenommenen Fettmenge ausmachen sollen, so Müller. Der große Bewertungsteil wird ergänzt durch ausführliche und interessante Aspekte zu den Themen Fett und Cholesterin – und warum sie nicht grundsätzlich zu verteufeln sind, so Müller abschließend. Die Cholesterin- und Fett-Ampel ist im Knaur Ratgeber Verlag unter der ISBN-Nummer 3-426-66913-7 erschienen, kostet 8,90 € und passt aufgrund des handlichen Formats in jede Handtasche. Im selben Verlag sind auch die Kalorien- und Diabetes-Ampeln erschienen. Weitere Informationen zum Thema sind auch unterwww.ernaehrungsmed.de abrufbar. Ein telefonischer Beratungsdienst, der von den Experten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin betreut wird, beantwortet kostenlos Fragen rund um die Ernährung. Er ist werktags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter der Nummer 0241/ 96 10 313 zu erreichen. 3.651 Zeichen

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