Aktuelles aus der Ernährungsmedizin:
Allergiebehandlung mit Zink: Zink zeigt Zähne!
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Zink-Histidin macht Frühling für Allergiker erträglicher


diaita - Aachen, den 18.03.04: Das lebensnotwendige Spurenelement Zink kann die Leiden von ‚Heuschnupflern’ lindern, macht Diplom Oecotrophologin Daniela Rösler von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen heute Hoffnung. Gesellschaftssprecher Sven-David Müller empfiehlt Allergikern die tägliche Einnahme von 15 Milligramm Zink-Histidin. Nach langen Wochen der Kälte und Nässe erreichen endlich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen die Erde. Die Natur regt sich, doch eine schniefende Nase und tränende Augen sind für rund 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland die unangenehmen Folgen. Der Kontakt mit Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern und Gräsern nimmt sensibilisierten Allergikern alljährlich die Freude am Frühling. Neben Medikamenten, die lediglich die Symptome bekämpfen können, sollte jedoch auch dem Spurenelement Zink Aufmerksamkeit bei der Behandlung des Heuschnupfens gelten. Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Zink und Allergien. Es ist erwiesen, dass Zink die Freisetzung von Histamin, einem biogenen Amin, das der Körper bei allergischen Reaktionen ausschüttet, dosisabhängig hemmt (3). Das Ergebnis einer weiteren Untersuchung über die Wirkung von Zink bei Allergikern legt den Schluss nahe, dass eine Zinksupplementation die Empfindlichkeitsschwelle gegenüber allergenen Stoffen erhöhen kann (2). Außerdem ist bei Allergikern eine niedrigere Zinkkonzentration als bei gesunden Menschen feststellbar. Die Ursachen für einen erniedrigten Zinkspiegel bei Allergikern können vielschichtig sein. Neben einer verminderten Aufnahme mit der Nahrung kommt ebenso eine erhöhte Ausscheidung in Frage. Für Allergiker ist daher die Einnahme von 15 Milligramm Zink-Histidin täglich sinnvoll. Zur Nahrungsergänzung eignen sich organische Zinkverbindungen wie das Zink-Histidin besonders, da der Körper sie besser aufnimmt als anorganische Zinkverbindungen. Nach Angaben der D.A.CH. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr fördern Komplexbildner wie Histidin die Zink-Aufnahme (1). Weitere Informationen rund um den Tausendsassa Zink unter www.ernaehrungsmed.de.

Quelle D.A.CH.: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Umschau Braus 2000, 192 Guerrier G et al.: Inhibition in vitro par le gluconate de zinc de la dégranulation des basophiles humains sensibilisés au pollen des graminées. Rev Fr Allergol 1987b, 27, 1-5 Marone G et al.: Modulation of histamine release from human basophils in vitro by physiological concentrations of zinc. J Pharmacol Exp Ther 1981, 217, 292-298

Tipp zum Jahr der gesunden Ernährung 2004: Der menschliche Körper kann das lebensnotwendige Spurenelement Zink besser verwerten, wenn es aus tierischen Quellen stammt. Die in pflanzlichen Produkten vorkommende Phytinsäure hemmt dagegen die Zinkaufnahme.


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