Nahrungsergänzung
Mumijo
Aloe Vera

Es wird dringend davon abgeraten, eine derartige Maßnahme ohne Begründung oder entsprechende Voraussetzungen ohne fachliche Hilfe durchzuführen.
Durch Nickel verursachte Reaktionen des menschlichen Organismus, die in den unterschiedlichsten Symptomen und deren Abstufungen ihren Ausdruck finden können, gehören zu den häufiger vorkommenden Erkrankungen und sind in der Lage, die Lebensqualität der Betroffenen erheblich zu beeinträchtigen.
Die Diagnostik dieser Erkrankungen erfordert neben der Abklärung von Hautreaktionen und Trinktests auch sogenannte „Auslassversuche“, um letztendlich zu einer fairen, vernünftigen und praktikablen Lösung Ihres Problems zu kommen.
Ziel entsprechender diagnostischer Bemühungen ist es, durch Karenzmaßnahmen herauszufinden, inwieweit über eine angemessene Auswahl von Nahrungsmitteln und begleitenden Maßnahmen Ihr Krankheits- bzw. Beschwerdebild günstig zu beeinflussen ist, wobei die Erhaltung eines Maximums an Lebensqualität angestrebt wird; unsinnige und unbegründete Maßnahmen sind dabei tunlichst zu unterlassen.
Während dieser kritischen diagnostischen Phase ist das Tragen von Schmuck und Ohrringen (auch sog. „Gesundheitsohrringe“) sowie Modeschmuck oder Weißgold (Nickelanteil ca. 40%) unbedingt zu unterlassen.
Bekanntermaßen führen symptomatische Maßnahmen (Salben, Cremes, Tabletten) allenfalls zu einer vorübergehenden Erleichterung, sind aber in der Mehrzahl der Fälle nicht geeignet, dauerhaft eine kausale Therapie zu ersetzen .
Zur weiteren Diagnostik gehört in Ihrem Fall die Einhaltung einer nickelarmen Kost – die Betonung liegt dabei auf nickelarm“ – denn die Einhaltung einer nickelfreien Kost ist nicht praktikabel; im Handel gibt es keine Nahrungsmittel, die auf welche Weise auch immer, entsprechende Voraussetzungen erfüllen.
Wichtig ist, den Gesamtgehalt des in der Nahrung enthaltenen Nickels zu reduzieren, um unter dieser Maßnahme die weitere Entwicklung Ihres Beschwerdebildes abzuwarten. Sollte sich bei Ihnen eine Nickelallergie oder –Intoleranz bestätigen lassen – der akademische Unterschied ist für die erforderlichen Konsequenzen unerheblich – werden Sie sich auch in Zukunft entsprechend ernähren müssen.
Es ist einerseits zu berücksichtigen, dass es bei gravierenden Fehlern Ihrerseits wieder zu einem massiven Schub der Beschwerden kommen kann, andererseits mag es jedoch trösten, dass sie solche Fehler ohne großen Aufwand korrigieren können, indem sie kurzfristig die „Nickelschraube“ über das übliche Maß hinaus anziehen.

Während der vereinbarten Dauer der Maßnahme:

Erlaubt:
- Fleisch
- Fisch (außer Hering)
- Eier, Milch, Butter, Käse (außer Edamer)
- frische Früchte
- Marmeladen
- Gemüse (außer Hülsenfrüchte)
- Zwiebeln
- Wein, Bier
- Emaille-Töpfe, Jenaer-Glas, Römertöpfe

Verboten:
- Fertigprodukte, konserviertes Obst und Gemüse
- Kakao
- Schokolade
- Haferflocken
- Lakritz
- Nüsse, Erdnüsse, Mandeln, Pistazien
- Linsen, Broccoli, weiße Bohnen
- Hering
- Vollkornmehl, Buchweizen
- Sojabohnen, Sojamehl
- Edamer-Käse
- Jakobmuscheln
- Petersilie
- Schüsseln und Töpfe aus Chromargan (Edelstahl)

zu reduzieren
- Kaffee, Tee
- Pilz, Spargel
- Kirschen
- Backpulver
- polierter Reis

Zusammenfassend sei noch einmal betont:
Eine nickelfreie Ernährung ist nicht praktikabel; Ziel der Maßnahme muss es vielmehr sein, den Durchschnittsgehalt an Nickel in Ihrer Nahrung erheblich zu senken. Es bleibt Ihrer Eigenverantwortlichkeit überlassen, durch Minderung der Risikofaktoren die Diagnostik und, sofern erforderlich, dann auch die Therapie zu unterstützen und somit Rückfälle vorzubeugen.
Es wird dringend davon abgeraten, eine derartige Maßnahme ohne Begründung oder entsprechende Voraussetzungen ohne fachliche Hilfe durchzuführen. Weitere Informationen: 02552/791422 (Mo/Fr)

Quelle

Nickel-Info 12/91; Dr. med. H. Lauter – Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft – Schmallenberg


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